Schmerzpumpe



Therapie durch Intrathekale Arzneimittelgabe mit implantierbaren Infusionssystemen
Bei der intrathekalen Arzneimittelinfusion wird das Medikament, z.B. Morphin in sehr kleinen Mengen direkt an das Rückenmark abgegeben. Warum an das Rückenmark? Die Nerven im Rückenmark sind für die Übermittlung der Nachricht "Schmerz" an das Gehirn zuständig. Die Nachricht "Schmerz" muss das Gehirn erreichen um wahrgenommen zuwerden. Die Schmerzübermittlung kann durch verschiedene Arzneimittel am Rückenmark gehemmt werden. Durch die gezielte Arzneimittelinfusion sind zur Schmerzlinderung sehr viel geringere Morphinmengen erforderlich als bei Verabreichung über Tabletten oder durch Infusion in die Venen. So können auch die Nebenwirkungen für den Patienten verringert werden.

Das System zur intrathekalen Arzneimittelinfusion besteht aus einem Katheter (weicher, biegsamer Schlauch) und einer Pumpe. Der Katheter leitet das Arzneimittel direkt zum Rückenmark. Die genau festgelegte Arzneimittelversorgung wird über eine implantierbare Arzneimittelpumpe sichergestellt. Die Pumpe befindet sich in einem etwa 2-3 cm dicken Metallgehäuse mit einem Durchmesser von etwa 7-8 cm. Diese Pumpe kann mittels einer Injektionsnadel durch die Haut immer wieder befüllt werden. Patienten, bei denen der obligatorische Wirksamkeitstest positiv verlaufen ist, können mit einer guten bis sehr guten Schmerzlinderung rechnen. Zu Beginn der Behandlung können noch Nebenwirkungen auftreten, die aber meist innerhalb kurzer Zeit ganz verschwinden. Auf Dauer sind die Nebenwirkungen im Vergleich zur oralen Gabe vergleichsweise gering.


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Die Patienten müssen zum Nachfüllen der Pumpe und zu eventuellen Dosisanpassungen in regelmäßigen Abständen ihren Arzt aufsuchen (etwa alle 4 bis 12 Wochen).

Die Therapie ist nicht für jeden Patienten geeignet. Ob ein Patient von dieser Therapie profitieren kann, kann NUR der behandelnde Arzt beurteilen.

(Abb. Implantiertes Arzneimittelinfusionssystem)


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